Eine gefangene Frau

EINE GEFANGENE FRAU (A woman captured) handelt von Marisch, einer 52-jährigen Ungarin, die ein Jahrzehnt lang einer Familie diente - bei 20-Stunden-Arbeitstagen und ohne Arbeitslohn. Ihre Unterdrücker konfiszierten ihre Ausweispapiere und sie darf das Haus nur mit ausdrücklicher Erlaubnis verlassen. Sie behandeln sie wie ein Tier, geben ihr nur Essensreste und kein Bett zum Schlafen. 

Marisch fristet ihr Dasein in ständiger Angst, träumt jedoch davon, ihr Leben zurückzuerlangen.

Die Präsenz der Kamera hilft ihr zu begreifen, dass sie nicht völlig auf sich allein gestellt ist. Sie beginnt Vertrauen zu fassen; nach zwei Jahren Dreh sammelt sie ihren ganzen Mut zusammen und enthüllt ihren Plan: „Ich werde fliehen.“

 

Der Film folgt Marischs heroischem Weg zurück in die Freiheit.

Regie,Buch, Kamera Bernadett Tuza-Ritter 

Editorin  Bernadett Tuza-Ritter

Tonmischung&Sounddesign Tamás Bohács, Márton Kristóf

Musik Csaba Kalotás

Produzenten Julianna Ugrin, Viki Réka Kiss

Produktion  Eclipse Film / Ungarn

Co-Produktion  Corso Film / Deutschland

 

Festivals (Auswahl)  IDFA Amsterdam, Sundance Filmfestival

DOK München, Crossing Europe Linz

Frauenfilmfestival Köln | Dormund

CPH:DOX Copenhagen, Hot Docs Toronto

International Documentary Festival Sheffield

 

Preise (Auswahl) Hungarian Film Critics Award

Boston Global Cinema Film Festival

Millenium Film Festival Brussels

Hungarian Film Award

ZagrebDox

Ismailia Int’l Film Festival

goEast Film Festival 

Internationales Frauenfilmfestival Dortmund | Köln

CROSSING EUROPE Filmfestival Linz 

CineDOC Tbilisi IDFF- Civil DOC Award

Millennium Docs Against Gravity Film Festival

 

Filmverleih gefördert von  Film und Medien Stiftung NRW

Kooperationspartner Terre des Femmes

unterstützt von Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

Medienpartner Jungle world, choices und Labournet


„Der ungarischen Regisseurin Bernadett Tuza-Ritter ist ein außergewöhnliches Porträt moderner Sklaverei gelungen.“  Neues Deutschland

 

„Film des Monats“ Konkret Magazin

 

„So ist „A Woman Captured“ vor allem das Porträt einer gedemütigten, aber letztendlich mutigen Frau, die sich durchsetzt. Zugleich schärft der Film das Bewusstsein dafür, welch eine Hölle hinter so mancher wohlsituierten Fassade schlummert. Schauen wir genauer hin. Erst recht, wenn es wehtut.“  Vorwärts

„Obwohl der Film eine überraschende, fast­fiktiv wirkende Dramatik besitzt, erscheint diese gleichzeitig nie konzipiert. Die Dialoge sind karg und immer stark, Edith muss nicht viel sagen, um ihren Worten Kraft zu verleihen. Sie wird als Opfer nicht bloßgestellt, im Gegenteil: Ihre emanzipatorische Freiheitsfindung inspiriert, als starke und immer stärker werdende Figur kämpft sie sich aus ihrem Unglück.“ Tip Berlin

 

„Marischs Rettung ist eine filmische Grenzüberschreitung. Die Regisseurin wird zu ihrer einzigen Vertrauten. Sie ermuntert sie zur Flucht, die sie zugleich als ihre eigene Kamerafrau filmt. Selten hat man erlebt, dass ein einzelner Mensch einen so komplexen Film realisieren kann, in der Montage wird er zum großen Leinwanddrama. Bei der nächtlichen Fluchtszene erlaubt sich Tuza-Ritter sogar Filmmusik – für einen Moment zitiert sie die Konventionen eines Mainstream-

Thrillers. Entspricht das noch den Standards dessen, was gern als „dokumentarische Ethik“ beschworen wird? Wie jede Avantgarde überwindet auch das „interventionalist cinema“ eine Grenze. Was dieses bemerkenswerte Debüt indes respektiert, sind die Grenzen von Scham und Respekt. Auch wenn sie in der Gesellschaft, die es zeigt, längst verloren scheinen.“

Frankfurter Rundschau

 

„Doch Tuza-Ritters Film ist am Ende auch ein großartiges Hoffnungssignal: Während der Dreharbeiten, die sich über einen Zeitraum von zwei Jahren hinzogen, gewann die Filmemacherin das Vertrauen der zutiefst eingeschüchterten Sklavin. Am Anfang des Filmes sagt Marisch noch: „Da, wo ich bin, ist das Glück nie.“ Da weiß sie noch nicht, dass Tuza-Ritter mit ihrer Empathie und Solidarität für sie zur Glücksgöttin werden wird.“ Kino-Zeit

 

A woman captured ist Bernadett Tuza-Ritters erster abendfüllender Dokumentarfilm, der durch seine intensive formale wie emotionale Nähe beeindruckt und bewegt. Mutiges Dokumentarkino, das sich einmischt und auf ein grassierendes Problem unserer modernen Gesellschaften aufmerksam macht.“ Spielfilm.de

 

„A Woman captured – Eine gefangene Frau“ ist ohne Off-Kommentar und frei von  Elendsvoyeurismus gestaltet. Der Film ist das beklemmende Porträt einer unterdrückten Frau ohne Selbstwertgefühl, die durch das beherzte Engagement der Regisseurin alles auf eine Karte setzt.“ Filmdienst

 

„Ein ungarischer Dokumentarfilm, dessen Geschichte sich kein Drehbuchautor besser ausdenken könnte.“ Süddeutsche Zeitung

 

Bernadett Tuza-Ritter hat einen Film gemacht, der Machtverhältnisse, strukturelle

Gewalt und ihre Folgen sehr genau beobachtet. Sie bleibt allerdings nicht bei dieser

Beobachtung stehen, sondern wird aktiv.“ Kinofenster – Bundeszentrale für politische Bildung